Stricken, Nähen und Häkeln ist wieder Trend

Handarbeit hatte ein verstaubtes Image. Früher war es die Domäne der Omas. Später nahmen vor allem Anhänger der alternativen Ökoszene die Nadeln in die Hand und ließen sie klappern. Das aktuelle Interesse an kreativer Handarbeit wird durch unterschiedliche Menschen getragen. Ein wichtiges Motiv hierfür lautet: Endlich etwas selber machen. In einer Welt voller Fast Food, billiger Massenware oder nicht bezahlbarem Luxus ist dieses Bedürfnis verständlicher denn je.

Die “Do it yourself”-Mentalität

Früher war es selbstverständlich, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und Waren herzustellen. Heute produzieren die meisten Menschen Wissen und Dienstleistungen oder fertigen Waren maschinell und mit Distanz zu den Händen und den Sinnen. Handarbeit will dieses Defizit wieder ausgleichen, dies war schon 2011 den Deutschen über eine Milliarde Euro Wert. Diese Summe wurde für Materialien zum Modehandwerk ausgegeben. Ob für Mützen und Schals, Kleidungsstücke oder andere trendige Accessoires – wer es individuell haben will, macht es am besten selbst. Und gerade das Internet spielt dabei eine große Rolle. Wolle, Stoffe, Knöpfe oder alles andere, was das “Do it yourself”-Herz begehrt ist in diversen Onlineshops zu haben. Auch Informationen, wie Anleitungen oder kreative Anregungen findet man in den weiten des WWW. In Communities kann man sich austauschen, auf sozialen Netzwerken Bilder seiner Kunststücke teilen und für alle, die mehr als nur für sich selber und den eigenen Freundeskreis kreativ sein wollen, gibt es auch diverse Plattformen, um das Selbstgemachte an die breite Öffentlichkeit zu verkaufen.

Stricken, Nähen, Häkeln – leicht erlernbar

Wer keine Erfahrungen hat, sollte vielleicht ersteinmal mit Stricken beginnen. Hierfür braucht man nur zwei Nadeln und entsprechende Wolle. Wenn man mit dicken Nadeln und dickerer mehrfarbiger Wolle beginnt, werden erste Ergebnisse meist gut ausfallen, denn kleinere Unregelmäßigkeiten fallen nicht so sehr auf. Auch die Wahl eines einfachen und doch interessanten Teils, wie etwa ein modischer Loopschal, trägt zu ersten guten Erfahrungen bei.
Häkeln ist dem Stricken sehr ähnlich, doch im Ergebnis filigraner und feiner. Hier macht Übung den Meister. Beides eignet sich hervorragend auch für unterwegs.
Beim Nähen jedoch bedarf es eines festen Arbeitsplatzes mit einer Nähmaschine. Wer damit anfangen will, sollte sich auf jeden Fall ersteinmal einlesen oder sich alles gut zeigen lassen. Nicht nur der Umgang mit der Nähmaschine, sondern auch die verschiedenen Nähte und Schnittmuster bedürfen eines gewissen Grundverständnisses. Doch auch hier können erste Ergebnisse sehr positiv ausfallen – außerdem sind beim Nähen der Phantasie fast keine Grenzen gesetzt.

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